King Kong Filme: Die Filmreihe mit allen Remakes

King Kong ist der Monster-Klassiker schlechthin. Wir verraten Dir etwas zur Entstehung und zu den Remake-Filmen.

03.07.2020 17:50 Uhr
King Kong Filme: Die Filmreihe mit allen Remakes

Die Geschichte von King Kong, einem gigantischen Gorilla, ist lang und reicht bis in das 19 Jahrhundert zurück. Der französische Bildhauer Emmanuel Frémiet erschuf 1859 und 1887 Skulpturen eines Gorillas, der eine weiße Menschenfrau verschleppt.

Die Figuren gelten als Inspiration für den unvollendeten Film Creation von Harry Hoyt und Willis O'Brian sowie einem Drehbuchentwurf von Ernest B. Schoedsack und Merian C. Cooper. Beide Filme wurden nie beendet, doch Cooper entdeckte in Creation Potential und beauftragte niemanden geringeres als Regisseur Edgar Wallace mit dem Drehbuch zu The Biest. Da der Filmemacher und Regisseur Wallace starb, noch bevor er mit dem Drehbuch anfangen konnte, schrieb Schoedsacks Frau das Drehbuch.

Der erste Film von 1933 orientiert sich dann auch an den Skulpturen von Frémiet und bekam den Namen „King Kong und die weiße Frau”. Durch den für Hollywood und damalige Verhältnisse enormen Erfolg des Filmes, der auch bei den Kritikern gut ankam, wurde die Produktionsfirma noch im selben Jahr mit der Fortsetzung um die Geschichte des Riesenaffen beauftragt. Noch im selben Jahr kam der Hollywood-Film „King Kongs Sohn” in die Kinos.

Regisseur beider Filme war der Filmemacher Ernest B. Schoedsack selbst. Vor allem das langgezogene Gebrüll des Affen und der eindringliche Schrei von Fay Wray, der „weißen Frau“, gingen in die Filmgeschichte ein.

Nach dem Ende des Krieges produzierten Cooper und Schoedsack mit dem selben Team des ersten Films den Film „Mighty Joe Young”, der, obwohl er kein offizieller King-Kong-Film war, in Deutschland unter dem Namen „Panik um King Kong” erschien und ebenfalls die Beziehung eines Primaten zum Menschen behandelt. Der Film wurde mit Stop-Motion Technologie gedreht und erhielt 1950 einen Oscar. Im Jahr 1998 wurde der Film um den Riesengorilla neu verfilmt und erschien in Deutschland unter dem Namen „Mein großer Freund Joe”.

Zur Filmgeschichte um den Riesengorilla tragen auch die beiden Filme von 1962 und 1967 aus japanischen Produktionen bei. In „Die Rückkehr des King Kong” trifft King Kong erstmals auf Godzilla. Regisseur beider japanischen Filme war Ishirō Honda. Die Filmemacher erwarben dafür extra die Rechte an King Kong und der Affe wurde in „Kaijū Eiga“, dem Genre der japanischen Monsterfilme, integriert, in dem Godzilla einer der wichtigsten Monster ist..

Somit trifft der King Kong auch nicht in New York auf Godzilla, sondern in Tokio. Eine Parallele gibt es aber auch hier: King Kong befindet sich ebenfalls ursprünglich auf einer Insel und wird von den Einheimischen angebetet. Die Insel heißt aber nicht „Skull Island” sondern „Faroa”. Im zweiten japanischen Film muss King Kong dann gegen Mechanikong, der gigantische Affen-Roboter von Dr. Who kämpfen.

1976 mit King Kong und 1986 mit der Fortsetzung King Kong lebt, produzierte John Guillermin den Originalfilm von 1933 als Neuverfilmung. Die Filmrechte hatte der italienische Produzent Dino De Laurentiis erworben, doch beide Filme konnten im Kino nicht überzeugen. Vor allem von der Tricktechnik hatten sich die Kritiker mehr erhofft.

Im Jahr 2005 produzierte Peter Jackson (Herr der Ringe) eine Neuverfilmung des Klassikers aus dem Jahr 1933 unter Namen „King Kong”, der mit New York und Skull Island, sowie den Namen der Figuren sehr nah am Original orientiert. Außerdem rekonstruierte Jackson mit mit der gleichen Tricktechnik wie 1933 eine Szene, die im Original entfernt wurde. Die sogenannte „Spider Pit Sequence“ wurden von den Zuschauern in einer Testvorführung abgelehnt.

Dabei handelt es sich um die Szene, in der die Crew in eine Schlucht mit Rieseninsekten stürzt. Filmemacher Jackson hatte auch vor, Fay Wray einen Cameo-Auftritt in der Neuverfilmung zu geben, leider verstarb die Schauspielerin in hohem Alter 2004, noch bevor die Dreharbeiten begonnen hatten.  Peter Jacksons Film, der in Neuseeland gedreht wurde, bekam keine Fortsetzung. Als Schauspieler für die Hauptcharaktere wurden Naomi Watts, Jack Black und Adrien Brody verpflichtet.

2014 begann Legendary Pictures ein eigenes (Giant)-Monsterverse zu erschaffen. Teil dieses Monster-Universums sind Godzilla und King Kong. 2017 wurde King Kong mit „Kong: Skull Island” in das Monsterverse eingeführt. Durch Covid-19 wurde das Aufeinandertreffen des Riesengorilla auf Godzilla  für die Sicherheit der Zuschauer im Kino um ein Jahr auf Mai 2021 verschoben.

Zentrale Figuren im Original und den meisten Neuverfilmungen sind der Regisseur und Filmemacher Carl Denham und die weibliche Hauptrolle Ann Darrow. Auch wird der Riesenaffe im Original und den Remakes immer von der Insel „Skull Island” nach New York gebracht, wo er letztendlich stirbt. Denham erklärt darauf hin, die „Schönheit hat die Bestie getötet.“ („It was beauty killed the beast.“)

Alle King-Kong-Filme

  • 1933: King Kong und die weiße Frau
  • 1933: King Kongs Sohn
  • 1949: Panik um King Kong
  • 1962: Die Rückkehr des King Kong
  • 1967: King Kong – Frankensteins Sohn
  • 1976: King Kong
  • 1986: King Kong lebt
  • 2005: King Kong
  • 2017: Kong: Skull Island
  • 2020: Godzilla vs. Kong



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