Avengers: Doomsday: Die Russo-Brüder holen den Thor aus „Infinity War“ zurück

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Kein gebrochener Endgame-Held, keine Komödienfigur: Die Russo-Brüder kündigen für „Avengers: Doomsday“ den Thor aus „Infinity War“ an – einen Krieger, der alles verloren hat und gegen Doctor Doom antritt.

Die Russo-Brüder legen sich fest: In „Avengers: Doomsday” kehrt Thor nicht als trauernder Held aus „Avengers: Endgame” und nicht als Komödienfigur aus „Thor: Love and Thunder” zurück, sondern als der Krieger aus „Avengers: Infinity War”. Das haben Joe und Anthony Russo in einem Interview mit dem US-Portal CBR angekündigt – knapp drei Monate vor dem deutschen Kinostart am 16. Dezember 2026.

Für Chris Hemsworth ist „Avengers: Doomsday” der zehnte Auftritt als Donnergott in 15 Jahren. Während Chris Evans’ Steve Rogers im Marketing eine große Rolle spielt und Robert Downey Jr. als Doctor Doom für Aufsehen sorgt, fällt Thor eine besondere Aufgabe zu: Er ist der Avenger, der die längste Strecke des MCU mitgegangen ist – und die Regisseure wissen genau, welche Version von ihm sie dafür haben wollen.

„Der Infinity-War-Thor”: Was die Russos ankündigen

Im Gespräch mit CBR lobten die Brüder zunächst Hemsworths Spiel in „Avengers: Endgame”. Joe Russo nannte es die Darstellung, in der Thor „am verletzlichsten, am unsichersten” gewesen sei, Anthony Russo sprach von einer „bemerkenswerten” Leistung. Für „Avengers: Doomsday” ziehen sie daraus aber eine klare Konsequenz: „Es ist faszinierend, wie wandelbar er in dieser Rolle ist und welche Bandbreite er hat. Viele Regisseure mit ganz unterschiedlichem Geschmack und Ton haben die Figur interpretiert. Wir haben einen bestimmten Blick auf diese Figur, und den tragen wir weiter: den Thor aus ‚Infinity War‘.”

Wie dieser Thor aussieht, beschreibt Joe Russo ebenfalls: eine „Kriegerversion” der Figur, ein Krieger, „der alles verloren hat und im Kampf nach einem Sinn sucht”. Und dieser Kampf führt ihn gegen „den größten Gegner, dem er je begegnet ist” – gemeint ist Robert Downey Jr.s Doctor Doom. Welche Rolle Thors Adoptivtochter Love dabei spielt, die er am Ende von „Thor: Love and Thunder” aufgenommen hatte, haben die Regisseure nicht näher ausgeführt.

Die Ansage ist mehr als eine Stilfrage. In „Avengers: Infinity War” verlor Thor Bruder und Freund, schmiedete auf Nidavellir die Axt Stormbreaker und kam Thanos näher als jeder andere Avenger. Danach wurde die Figur zweimal gegen den Strich gebürstet: als gebrochener Held in „Avengers: Endgame” und als Komödienfigur bei Taika Waititi. Mit „Doomsday” kehren die Russos zu dem Thor zurück, den sie selbst geprägt haben – gesehen hat ihn bislang noch niemand, bis zum Kinostart bleibt es eine Ankündigung. Alle Auftritte der Figur in der richtigen Reihenfolge stehen in unserer Übersicht der Thor-Filme.

Vom Fremdling zum kosmischen Herzstück

Erinnerst Du Dich noch an „Thor”? Vor 15 Jahren öffnete Regisseur Kenneth Branagh das bis dahin sehr bodenständige MCU für völlig neue, kosmische Dimensionen. Während Iron Man und Hulk in der realen Welt verankert waren, brachte der Donnergott galaktische Konflikte und magische Bedrohungen mit sich – allen voran den von Tom Hiddleston gespielten Loki, der auch in „Avengers: Doomsday” wieder dabei ist.

Thors Reise war seitdem vor allem von dramatischen Verlusten geprägt. Beginnend mit dem Tod seiner Mutter Frigga in „Thor - The Dark Kingdom” musste der eigentlich übermächtige Held bitter lernen, dass auch er Grenzen hat. Diese emotionale Last entlud sich eindrucksvoll in „Avengers: Infinity War” und „Avengers: Endgame”, wo er das kosmische Ausmaß seines Versagens verarbeiten musste.

Die wichtigste Waffe gegen Doctor Doom

Warum also ist Thor die wahre Geheimwaffe des kommenden Blockbusters? Er ist der Avenger mit der längsten ununterbrochenen Präsenz in der aktuellen Timeline. Da Edward Nortons Hulk in Phase 1 ausgetauscht wurde und Robert Downey Jr. nicht mehr Tony Stark spielt, trägt Thor mittlerweile das Erbe des gesamten Franchise auf seinen Schultern. Mehr zur Figur findest Du in unserem Porträt von Thor im MCU.

Er repräsentiert den direkten Übergang in eine neue Ära, was sich besonders in der Adoption seiner Tochter Love in „Thor: Love and Thunder” zeigt. Gleichzeitig trägt er die emotionale Historie aller vergangenen Kämpfe in sich. Wenn es in „Avengers: Doomsday” darum geht, sich Doctor Doom entgegenzustellen, wird er nicht nur physisch der stärkste Avenger sein – nach dem Willen der Russos ist er genau der Krieger, der dafür gebraucht wird.

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