Zack Snyders DC-Erbe: Von Batman v Superman zum James Gunn Neustart

Zack Snyders DC-Erbe: Von Batman v Superman zum James Gunn Neustart Warner Bros.

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26.03.2026 12:00 Uhr

Vor zehn Jahren wagte Zack Snyder das Unmögliche: Er ließ die größten DC-Ikonen gegeneinander antreten. Warum sein Epos bis heute spaltet und wie es James Gunns Reboot ebnete.

Vor zehn Jahren startete Zack Snyder ein kinohistorisches Experiment. Nachdem er sich mit dem Remake Dawn of the Dead (2004) sowie den brachialen Comic-Verfilmungen 300 (2006) und „Watchmen - Die Wächter” einen Namen als Visionär machte, überreichte ihm Warner Bros. die Schlüssel zum DC-Königreich. Die Mission: Den stählernen Pfadfinder nach fast drei Jahrzehnten neu erfinden. Mit „Man of Steel” legte Snyder das Fundament für ein völlig neues DCEU.

Der ultimative Gladiatorenkampf der Comic-Geschichte

Am 25. März 2016 passierte das, worauf Du und unzählige andere Fans seit Generationen gewartet haben: Mit „Batman v Superman: Dawn of Justice” prallten die beiden größten Titanen erstmals auf der Leinwand aufeinander. Während die „Batman”-Fernsehserie noch auf bunten Kitsch mit Adam West setzte und Tim Burton mit „Batman” die Düsternis etablierte, wählte Snyder einen drastisch anderen Weg. Er übersprang die behutsame Einführung seines neuen Dunklen Ritters und warf das Publikum direkt in den brutalen Konflikt.

Warum Snyders Vision bis heute polarisiert

Doch Snyders Ansatz riss tiefe Gräben in die Fan-Community. Sein Batman durchbrach eine eiserne Regel: Er tötete. Schlimmer noch, er plante den präventiven Mord an Superman, nur weil dieser als Alien eine potenzielle Gefahr für die Erde darstellen könnte. Anstatt einer klaren, fokussierten Linie überlud Snyder sein Epos maßlos. Er quetschte das direkte Duell der Helden, die Einführung von Wonder Woman, den ikonischen Schurken Lex Luthor und sogar die legendäre Death of Superman-Storyline mit Doomsday in einen einzigen Film.

Die Quittung folgte prompt: Magere 28 Prozent Zustimmung der Kritiker bei Rotten Tomatoes und ein durchwachsener Audience-Score von 63 Prozent sprachen Bände. Ein Zweiteiler-Konzept hätte dieser monumentalen Geschichte deutlich mehr Raum zum Atmen gegeben. Zwar folgten noch weitere Filme wie „Wonder Woman”, „Shazam!”, „The Flash” und „Blue Beetle”, doch für Snyders eigene Reise läutete dieser Rückschlag bereits das Ende ein.

Von der Düsternis zum Hoffnungsschimmer: James Gunns Reboot

Der Versuch, mit „Justice League” das Ruder herumzureißen, endete nach einer tragischen familiären Situation Snyders und der chaotischen Übernahme durch Joss Whedon in einem kreativen Fiasko. Erst die beispiellose Release the Snyder Cut-Bewegung bescherte uns Jahre später den gefeierten Director's Cut auf HBO Max - gekrönt von beeindruckenden 92 Prozent beim Audience-Score. Doch da hatte Warner Bros. längst einen neuen Kurs eingeschlagen. Die Zuschauer zeigten sich zunehmend erschöpft von Snyders düsterer Ästhetik und sehnten sich nach dem klassischen, optimistischen Superman zurück.

An diesem Punkt betritt James Gunn die Bühne. Obwohl Gunn und Snyder enge Freunde sind und einst gemeinsam an Dawn of the Dead (2004) arbeiteten, könnten ihre filmischen Visionen nicht gegensätzlicher sein. Gunn nutzt exakt diese Sehnsucht nach Licht und Heldentum als Fundament, um die Comics in seinem DCU neu zum Leben zu erwecken. Snyders Ära mag umstritten sein, doch sein Mut, vor einem Jahrzehnt das Undenkbare zu wagen, veränderte das Superhelden-Kino unwiderruflich.

Abenteuer
Action
Fantasy
Start
24.03.2016
Regisseur/in
Zack Snyder