Joker: Die Filme mit dem Schurken von Gotham

Joker ist der gefährlichste und krankhafteste Verbrecher von Gotham. Wir verraten euch, in welchen Filmen er mitgespielt hat.

11.07.2020 18:04 Uhr
Joker: Die Filme mit dem Schurken von Gotham Warner Bros. / DC

Joker hatte bisher in den DC Filmen immer nur Gastauftritte oder trat als Gegenspieler von Batman auf. Schon bei den frühen Batman-Filmen Ende der 1990er wurde Joker, damals von Jack Nicholson verkörpert, als Gegner von Batman auf die Leinwände der Kinos losgelassen. Seine blasse Haut verdankt er schon damals einem Sturz in ein Säurebecken. Trotz zahlreicher Operationen entstellen Narben sein Gesicht und verleihen dem Joker ein furchteinflößendes Dauergrinsen.

Doch die Figur des wahnsinnigen Joker war auch für Heath Ledger in „The Dark Knight” wie auf den Leib geschneidert. Hier gibt es in der Vorgeschichte zu seinem Aussehen aber keine Parallelen. Die Narben in seinem Gesicht sollen laut seiner eigenen Schilderung von einer Attacke seines Vaters auf seine Mutter herrühren, der ihm dann das „Lachen” ins Gesicht schnitt und weswegen er vermutlich wahnsinnig wurde. Auch tragisch an dieser Darstellung war, dass Heath Ledger für seine Verkörperung des Joker im Jahr 2009 posthum den Oscar für den besten Nebendarsteller erhielt.

Als „Suicide Squad” im Jahr 2016 ins Kino kam, wurde die Figur des Joker von Jared Leto verkörpert. An der Seite seiner Freundin Harley Quinn, und in Gesellschaft der anderen Mitglieder der „Suicide Squad”, kämpft Joker gegen Enchantress und ihren Bruder Incubus. Der Film und auch die Darstellung von Leto als Joker rief teilweise heftige und niederschmetternde Kritiken hervor. So ist es nicht verwunderlich, dass Leto nur einmal die Rolle des wahnsinnigen Joker verkörpern könnte. Denn Gerüchten zu Folge soll der geplante Film „Harley Quinn Vs. The Joker” mit Leto und Margot Robbie auf Eis gelegt worden sein. Und auch in „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn” war Jared Leto als Joker nicht zu sehen.

Da sich Warner Bros. und DC um eine Neuausrichtung des DC Universums bemüht, ist es auch nicht verwunderlich, dass es mit Joaquin Phoenix als Hauptdarsteller eine Neubesetzung von Joker gibt. Im ersten Film (Regisseur Todd Phillips), der sich nur um Joker dreht, ist dabei zu sehen, wie aus dem labilen Mann Arthur Fleck der Joker wird. Fleck ist ein von der Gesellschaft missachteter Mann und versucht in genau dieser Gesellschaft seinen Platz zu finden.

Er verdient sich seinen Lebensunterhalt als Clown und führt ein tristes Leben in Gotham City an der Seite seiner Mutter. Arthur träumt davon als Comedian berühmt zu werden und in der Show von Murray Franklin (Robert de Niro) aufzutreten, hat aber das Problem, dass er in üfr ihn unangenehmen Situationen einfach ein wahnsinniges Lachen beginnt. Ironie des Schicksals, dass es der Clown als Joker tatsächlich in die Comedian Show schafft und sein Idol so fies zu ihm ist, dass Franklin live im Fernsehen dran glauben muss.

Übrigens: Robert de Niro und Joaquin Phoenix haben sich schon während der Dreharbeiten nicht sonderlich gut verstanden. Vor allem ging es dabei darum, dass de Niro das Script mit dem Cast laut durchlesen wollte, bevor die Szene gedreht wurde, Phoenix aber darauf verzichten und es einfach geschehen lassen wollte. Todd Phillips saß deshalb oft zwischen den Stühlen und musste zwischen beiden Schauspielern vermitteln.

Und noch eine Geschichte ist erwähnenswert. Die Story über den Tod von Bruce Waynes Eltern kennen wir als Zuschauer bereits aus dem Kino, als im Jahr 2014 „Batman vs. Superman” über die Leinwände flimmerte. Interessant ist, dass Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) in der Figur des Joker nicht ganz unschuldig an dem Verbrechen ist, auch wenn er es selber weder begangen noch beauftragt hatte, was aber der Comicvorlage widerspricht, in der er selbst zum Mörder von Bruce Wanyes Eltern wird.

Dass aus dem jungen Bruce Wayne später Jokers größter Erzfeind werden würde, konnte Arthur Fleck zu diesem Zeitpunkt nicht einmal erahnen. Die Familie Wayne spielt im Leben und in der Entstehungsgeschichte von Joker, gerade wenn es um seine Herkunft geht, noch eine weitere wichtige Rolle. Seine Mutter, und später auch Arthur Fleck, ist davon überzeugt, dass Thomas Wayne der Vater von Arthur ist. Was dann wiederum bedeuten würde, dass Bruce Wayne der Halbbruder von Arthur Fleck wäre.

Insgesamt erhielt der Film neun Nominierungen für einen Oscar, letztendlich konnte der Film aber nur zwei Auszeichnungen für sich entscheiden. Für seine Verkörperung als Joker erhielt auch Joaquin Phoenix einen Nominierung für einen Oscar als „Bester Hauptdarsteller”, den der Schauspieler 2020 bei den Awards gewann.  Auch Regisseur Todd Phillips wurde für seine Arbeit für einen Oscar nominiert, wurde aber letztendlich für die Umsetzung der Geschichte des Clowns von Gotham City nicht belohnt.

Wenn man sich die Realverfilmungen im DC Universum anschaut, bei denen der Joker bisher Auftritte hatte, so ist die Liste relativ überschaubar. Warner Bros. und DC haben sich da in der Vergangenheit bei den Filmen fürs Kino eher an den anderen großen Comichelden abgearbeitet. Dass es trotzdem funktionieren kann, zeigt „Joker” (2019)  mit über einer Milliarde Dollar Einnahmen an den Kinokassen weltweit, wobei 335,5 Millionen Dollar davon in den USA eingenommen wurden. Bei Vorführungen am Vortag des regulären Kinostarts in den USA erreichte der Film mit 13 Millionen Dollar Einnahmen einen Rekord. Selbst am ersten Wochenende nach dem Kinostart sahen über 940.000 Besucher den Film in Deutschland.

Joker Filme

Jahr Film Schauspieler
1989 Batman Jack Nicholson
2008 The Dark Knight Heath Ledger
2016 Suicide Squad Jared Leto
2019 Joker Joaquin Phoenix
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