James Gunn und Peter Safran bleiben DC-Chefs – auch unter Skydance
Die Fusion von Paramount und Warner Bros. kostet erste Chefposten, DC Studios bleibt verschont: James Gunn und Peter Safran sollen das DCU auch im neuen Konzern Skydance weiter führen. Offen ist, wie lange.
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Für DC-Fans ist die wichtigste Personalie der Paramount-Warner-Fusion entschieden: James Gunn und Peter Safran bleiben an der Spitze von DC Studios. Wie Deadline am Freitagabend berichtet, haben sich die beiden mit David Ellison getroffen, dem Chef des künftigen Gesamtkonzerns, und das Gespräch sei gut verlaufen. Gunn und Safran verantworten damit weiter Filme, Serien und Comics des DC-Universums. Eine offizielle Mitteilung von Paramount oder DC gibt es bislang nicht. Gunn selbst setzte am Abend aber ein Zeichen: Auf Threads und Instagram teilte er Ellisons Leitsatz zum neuen Konzern – „What once was the peak, is now just the beginning”, sinngemäß: Was einst der Gipfel war, ist jetzt erst der Anfang –, unterlegt mit einer Szene aus „Superman”.
Am selben Tag bekommt der neue Konzern seinen Namen
Die Entscheidung fällt in einen Tag voller Weichenstellungen. Wenige Stunden zuvor hatte Ellison auf X verkündet, dass der Zusammenschluss aus Paramount und Warner Bros. Discovery künftig schlicht Skydance heißt, nach der Produktionsfirma, die er einst gegründet hat. Paramount und Warner Bros. sollen als Studiomarken erhalten bleiben. „Gemeinsam sind wir Skydance”, schrieb Ellison. Der Abschluss der rund 111 Milliarden Dollar schweren Übernahme ist für Dienstag, den 6. Oktober, angesetzt.
In der Filmsparte zieht Ellison bereits Konsequenzen: Die Warner-Filmchefs Michael De Luca und Pamela Abdy gehören dem neuen Führungsteam nicht an. Stattdessen sollen die bisherigen Paramount-Filmchefs Dana Goldberg und Josh Greenstein beide Studios gemeinsam leiten. Laut Deadline berichten künftig alle Filmeinheiten an die beiden. Wie DC Studios, das Gunn und Safran bislang als eigenständiges Label innerhalb von Warner Bros. führen, in diese Struktur eingebunden wird, ist damit noch nicht im Detail geklärt.
Was das für Clayface, Man of Tomorrow und das DCU bedeutet
Für die laufenden Projekte ist der Verbleib die beste Nachricht, die das DCU bekommen konnte. „Clayface” kommt Ende Oktober als erster Horrorfilm des neuen DC-Universums ins Kino und ist nach Deadline-Angaben zugleich der erste Genrefilm des Labels mit kleinerem Budget. „Man of Tomorrow”, Gunns Fortsetzung zu „Superman”, ist abgedreht und startet am 9. Juli 2027 in den US-Kinos; ein deutscher Termin steht noch aus.
Gunns „Superman” war mit mehr als 618 Millionen Dollar weltweit der zweiterfolgreichste Warner-Film des vergangenen Jahres, und auch die HBO-Max-Serie „Lanterns” läuft gut. Gunn hatte schon im August betont, dass die Fusion kein DCU-Projekt auf Eis legt. Ein Abgang der beiden Studiochefs hätte genau diese Zusage infrage gestellt, mitten in einer Phase, in der DC nach dem enttäuschenden Abschneiden von „Supergirl” stärker auf wenige große Kinofilme setzt. Alle Termine findest du in unserem DCU-Kalender.
Wie lange bleiben Gunn und Safran?
Ganz ohne Fragezeichen ist die Personalie nicht. Laut dem Branchendienst Puck gilt die Zusage „zumindest vorerst”. Nach Puck-Angaben laufen die Verträge von Gunn und Safran 2027 aus; ob sie verlängert werden, ist nicht bekannt. Das fiele ausgerechnet in das Jahr, in dem „Man of Tomorrow” ins Kino kommt.
Das vollständige Organigramm des neuen Konzerns soll in den kommenden Tagen vorgestellt werden. Dann dürfte sich zeigen, an wen DC Studios künftig berichtet und wie viel Eigenständigkeit Gunn und Safran behalten, die das Label seit Ende 2022 gemeinsam führen. Alle Stationen der Übernahme haben wir in unserer Fusions-Chronik zusammengetragen.
Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
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