Offiziell: James Gunn und Peter Safran führen DC Studios im Skydance-Konzern
Jetzt ist es offiziell: David Ellison hat das Führungsteam von Skydance vorgestellt. James Gunn und Peter Safran bleiben DC-Chefs, und DC Studios steht dort nicht unter der Filmsparte, sondern gleichrangig daneben.
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Was am Freitag noch ein Bericht war, ist jetzt offiziell: James Gunn und Peter Safran führen DC Studios auch im neuen Konzern Skydance. David Ellison hat am Montag, einen Tag vor dem Abschluss der Übernahme von Warner Bros. Discovery, sein Führungsteam vorgestellt. Gunn und Safran stehen darin als Co-Chairmen von DC Studios – nicht als Teil der Filmsparte, sondern als eigene Einheit in der obersten Führungsriege, die an Ellison und Co-CEO Ynon Kreiz berichtet.
DC Studios steht gleichrangig neben der Filmgruppe
Im sogenannten Business Leadership Team sitzen neben Gunn und Safran die Chefs aller großen Sparten des neuen Konzerns. Casey Bloys verantwortet als Co-Chair und Chief Content Officer das Streaming mit HBO Max und Paramount+, George Cheeks das Fernsehen samt der TV-Studios, JB Perrette das Geschäftliche von TV und Streaming. Die Kinosparte, künftig Skydance Motion Picture Group, führen wie erwartet die bisherigen Paramount-Filmchefs Dana Goldberg und Josh Greenstein. Die Warner-Filmchefs Michael De Luca und Pamela Abdy gehören dem neuen Konzern nicht an.
Für DC ist das die Antwort auf die Frage, die nach dem Bericht vom Freitag offen geblieben war. Damals hieß es laut Deadline, alle Filmeinheiten sollten künftig an Goldberg und Greenstein berichten. Im offiziellen Organigramm taucht DC Studios nun nicht als Teil dieser Filmgruppe auf, sondern auf derselben Ebene daneben. Gunn und Safran führen das Label damit weiter als eigenständige Einheit, so wie sie es seit Ende 2022 innerhalb von Warner Bros. getan haben. „Die Führungskräfte, die mit mir antreten, haben einige der beliebtesten Franchises und Geschäfte der Branche aufgebaut”, sagte Ellison laut Deadline.
Vom Treffen mit Ellison zur offiziellen Liste
Den Anfang hatte am Freitagabend ein Bericht von Deadline gemacht: Gunn und Safran hatten sich mit Ellison getroffen, das Gespräch sei gut verlaufen. Gunn setzte noch am selben Abend ein Zeichen. Auf Threads und Instagram teilte er Ellisons Leitsatz zum neuen Konzern – „What once was the peak, is now just the beginning”, sinngemäß: Was einst der Gipfel war, ist jetzt erst der Anfang –, unterlegt mit einer Szene aus „Superman”.
Wenige Stunden zuvor hatte Ellison verkündet, dass der Zusammenschluss aus Paramount und Warner Bros. Discovery künftig schlicht Skydance heißt, nach der Produktionsfirma, die er einst gegründet hat. Paramount und Warner Bros. bleiben als Studiomarken erhalten. Abgeschlossen wird die rund 111 Milliarden Dollar schwere Übernahme am Dienstag, dem 6. Oktober; die Aktie wechselt dann unter dem Kürzel SKYD an die New York Stock Exchange. Die vollständige Führungsmannschaft bis in die zweite Reihe will Skydance nach dem Abschluss bekanntgeben.
Was das für Clayface, Man of Tomorrow und das DCU bedeutet
Für die laufenden Projekte ist der Verbleib die beste Nachricht, die das DCU bekommen konnte. „Clayface” kommt Ende Oktober als erster Horrorfilm des neuen DC-Universums ins Kino und ist nach Deadline-Angaben zugleich der erste Genrefilm des Labels mit kleinerem Budget. „Man of Tomorrow”, Gunns Fortsetzung zu „Superman”, ist abgedreht und startet am 9. Juli 2027 in den US-Kinos; ein deutscher Termin steht noch aus.
Gunns „Superman” war mit mehr als 618 Millionen Dollar weltweit der zweiterfolgreichste Warner-Film des vergangenen Jahres, und auch die HBO-Max-Serie „Lanterns” läuft gut. Gunn hatte schon im August betont, dass die Fusion kein DCU-Projekt auf Eis legt. Ein Abgang der beiden Studiochefs hätte genau diese Zusage infrage gestellt, mitten in einer Phase, in der DC nach dem enttäuschenden Abschneiden von „Supergirl” stärker auf wenige große Kinofilme setzt. Alle Termine findest du in unserem DCU-Kalender.
Wie lange bleiben Gunn und Safran?
Ganz ohne Fragezeichen ist die Personalie nicht. Laut dem Branchendienst Puck gilt die Zusage „zumindest vorerst”. Nach Puck-Angaben laufen die Verträge von Gunn und Safran 2027 aus; ob sie verlängert werden, ist nicht bekannt. Das fiele ausgerechnet in das Jahr, in dem „Man of Tomorrow” ins Kino kommt.
Das Organigramm sagt dazu nichts. Es legt fest, wer DC Studios im neuen Konzern führt und wo das Label eingeordnet ist – nicht, für wie lange. Alle Stationen der Übernahme haben wir in unserer Fusions-Chronik zusammengetragen.
Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
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