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Der Auftakt der zweiten Staffel fängt die einstige Protostar-Crew im Vorbereitungsprogramm der Sternenflottenakademie ein: Rok-Tahk glänzt im Wissenschaftszweig und löst nebenbei das Tribble-Problem, Murf macht sich im Sicherheitsdienst einen Namen, Zero und Jankom Pog gewöhnen sich ans Akademieleben, während Dal den Unterricht eher als Schlaf-Veranstaltung empfindet. Eine Einladung von Admiral Janeway holt die Freunde zu einem besonderen Auslandssemester zusammen.
An Bord empfängt sie der EMH – der Doktor der alten Voyager – der die Jugendlichen einweist und den Stand der Dinge auffrischt. Prunkstück der Folge ist die neue USS Voyager-A (NCC-74656-A), ein Wissenschaftsschiff der Lamarr-Klasse unter Janeways Kommando, das bei der Ankunft im Raumdock ausgiebig vorgestellt wird – inklusive des Versprechens der Cetacean Ops, in denen die besten Navigatoren des Schiffs arbeiten.
In einem Gespräch erklärt Dal der noch nach Solum reisenden Gwyn, warum ihr Eingreifen in den Bürgerkrieg die Geschichte nicht einfach umschreiben wird. Kurz darauf stößt die neugierige Crew in einem unmarkierten Shuttlehangar auf ein getarntes Schiff: die Infinity, einen experimentellen Föderations-Kurier mit temporalem Schildemitter und einer Tarnvorrichtung, die eigentlich gegen den Vertrag von Algeron verstößt.
Aus dem Verborgenen belauschen die Jugendlichen – von Murf an der Decke festgehalten – Janeways Besprechung. Ihr Ziel: Chakotay retten, der im Exil rund 52 Jahre in der Zukunft festsitzt. Ein Wurmloch verbindet Gegenwart und Zukunft an einem festen Punkt, wobei beide Zeitebenen synchron laufen – eine vergehende Stunde hier bedeutet eine vergehende Stunde dort. Deshalb muss die Crew exakt 41 Stunden warten, damit das Paradoxon rund um die einst zurückgeschickte Protostar bestehen bleibt.
Aufzeichnungen enthüllen zudem Chakotays Schicksal: Nach dem Flug durch ein instabiles Wurmloch geriet er in die Gefangenschaft der Vau N’Akat, die die Protostar über Monate zu einer Waffe gegen die Föderation umbauten. Der erste Teil endet damit, dass die junge Crew um das gefährliche Vorhaben weiß – und die Weichen für ihr eigenes Abenteuer gestellt sind.
Der zweite Teil folgt zunächst Gwyn, die endlich auf Solum ankommt – der Heimatwelt der Vau N’Akat, die hier mit eigener Architektur, Mode und Kultur zum Leben erwacht. Gwyn begegnet einer jüngeren, deutlich gütigeren Version ihres Vaters und seinem Roboter, dem „Lorekeeper“, und versucht, die Ältesten von Solum vor der drohenden Gefahr zu warnen.
Doch sie ist nicht allein: Auch Asencia hat den Weg nach Solum gefunden, um den Vau N’Akat ihre isolationistische Sichtweise einzuflüstern und die Ältesten zu manipulieren. Gwyns verzweifeltes „Sie versucht, euch zu täuschen!“ verhallt zunächst, während Asencia sich als kalkulierende politische Gegenspielerin präsentiert, die ihr Handeln als vermeintlichen Schutz Solums rechtfertigt.
An Bord der Voyager-A weiht Janeway die Crew in einer klassischen Lagebesprechung in ihren Plan ein. Chakotays hinterlassenes Logbuch zeugt von seiner Liebe zu Janeway und erinnert daran, dass es sein Opfer war, das die Protostar-Crew überhaupt auf ihre Reise geschickt hat. Damit wird seine Rettung für alle – auch für die jungen Zuschauer – zu einer persönlichen Angelegenheit: Er rettete sie, nun wollen sie ihn retten.
Natürlich lässt sich das Geheimnis nicht wahren: Die scharfsinnige Kadettin Maj’el schöpft Verdacht und schickt die Nova Squad in den gesperrten Hangar. Es folgt ein turbulentes Wettrennen durch Turbolift und Jefferies-Röhren, an dessen Ende das Chaos an Bord der Infinity die Kinder unversehens ins Wurmloch reißt. Zero schnallt alle an – und die Crew stürzt sich in das Abenteuer, das die restliche Staffel bestimmen wird.
Dal, Zero, Jankom Pog und die Nova-Kadettin Maj’el reiten mit der Infinity durch das Wurmloch und landen auf Solum – 52 Jahre in der Zukunft, aber zu früh: Chakotay und die Protostar sind noch da, obwohl die Crew ihn eigentlich erst nach dem Start der Protostar retten sollte. Es bleiben ihnen nur vier Stunden, und Maj’el – in klassischer vulkanischer Tarnung – wacht über die temporalen Regeln der Sternenflotte.
Fast erleichtert lassen sie sich gefangen nehmen, denn in einer Zelle können sie den Lauf der Ereignisse nicht stören. Prompt landen sie in derselben Zelle wie Chakotay selbst – und lernen Adreek kennen, den Aurelianer und ursprünglichen Ersten Offizier der Protostar. Es zeichnet sich ein klassisches Prädestinationsparadoxon ab: Die Protostar-Crew war stets dazu bestimmt, Chakotay und Adreek zur Flucht zu verhelfen.
Mit Köpfchen und Technik – Jankom steuert seine Multi-Hand ferngesteuert über Adreeks Tricorder – legen sie das Kraftfeld lahm und decken die Flucht mit einer ausgelassenen Ablenkung. Chakotay kann mit Adreek und der Protostar entkommen.
Doch dann bemerkt Chakotay eine Waffe, die im ursprünglichen Zeitverlauf nie existierte – ein unbeabsichtigtes Zutun Dals – und flieht früher als vorgesehen. Aufsteigende Chroniton- und Tachyon-Werte künden davon, dass die Zeitlinie beschädigt ist.
In der Gegenwart fordert Gwyn Asencia zum uralten Va’Lu’Rah-Ritual heraus – einem Zweikampf, dessen Regeln sie erst währenddessen versteht. Beide formen mit reiner Gedankenkraft das goldene „Erbstück“-Material Solums zu Schwertern, Schilden und Geschossen. Gwyn erkennt, dass sie Asencia nicht besiegen, sondern nur vor ihr die Oberfläche erreichen muss, und erklimmt selbstgeformte Tritte. Just in diesem Moment schlägt die beschädigte Zeitlinie durch: Gwyn flackert ein und aus, verliert den Halt und stürzt – das Erbstück-Material fängt ihren Fall. Ihr künftiger Vater Ilthuran muss mitansehen, wie sie durch die Zeit zu phasen beginnt.
Nach dem verpatzten Rettungsversuch sitzt die Crew der Infinity auf einem trostlosen, vom Bürgerkrieg verwüsteten Solum fest – einer Zukunft ohne Chakotay und ohne die Protostar. Eine geheimnisvolle Nachricht führt Dal, Zero, Jankom Pog und Maj’el zu Gwyn, die durch die beschädigte Zeitlinie zwischen den Realitäten hin- und herphasen. Ihre bloße Existenz ist ungewiss – laut Maj’el ist sie „quasi in Schrödingers Kiste gefangen“.
Die Diagnose der Lage mündet in den Satz, den jeder Zeitreise-Fan hören will: Sie müssen eine Zeitmaschine bauen. Immerhin hält die temporale Abschirmung der Infinity ihre eigene Realität vorerst stabil. Kleinlaut bittet Dal Admiral Janeway, ihm das vielzitierte Lehrmaterial „Grundlagen der Temporalen Mechanik“ zu schicken – und die Folge zeigt tatsächlich Auszüge daraus, humorvoll präsentiert von der Sternenflotten-Wissenschaftlerin Dr. Erin (gesprochen von der echten Star-Trek-Beraterin Dr. Erin Macdonald).
Während das Team an der Rettung arbeitet, bleibt Gwyns Vater Ilthuran – die Gegenwartsgestalt des Diviners – bei ihr, während sie ein- und ausphast, und verspricht diesmal, für sie da zu sein. Jankom kehrt zu seiner alten Ingenieurskunst zurück, und gemeinsam gelingt der Bau einer Zeitmaschine, die die Crew in einer H.-G.-Wells-artigen Zeitblase zurück in die Gegenwart bringt.
Als Jankom das Schiff nicht mehr zum Fliegen bekommt, springt der geheimnisvolle Wohltäter ein und startet die Infinity – gerade rechtzeitig, um Gwyn zurück zur Voyager-A und zum EMH zu bringen. Der Doktor entwickelt einen temporalen Stabilisator, den Gwyn am Arm trägt und der sie in der Realität verankert.
Zum Abschluss trifft Murf eine mysteriöse Gestalt, die stark an den „Future Guy“ aus Enterprise erinnert. Bislang hat dieser Fremde der Crew allerdings nur geholfen – ob Freund oder Feind, bleibt die große offene Frage des Staffelbogens.
Nach der riskanten Rettungsaktion der Vorepisode sind Dal und seine Freunde zurück auf der USS Voyager – allerdings unter strenger Beobachtung. Admiral Janeway lässt sich die Ereignisse schildern, doch die Erklärungen der jungen Crew wirken chaotisch. Der Doktor stellt trocken fest, dass er selten eine so unbändige Mannschaft erlebt hat, und mahnt mehr Aufsicht an.
Gwyn kämpft derweil mit den Folgen ihrer zeitlichen Verschiebung. Ein provisorischer Stabilisator hält sie in der Gegenwart, erinnert sie aber ständig daran, wie fragil ihre Existenz geworden ist. Zugleich beschäftigt die Gruppe die Frage, wer das geheimnisvolle Wesen ist, das sie angewiesen hat, Gwyn in der Vergangenheit zu retten.
Der Schlüssel liegt bei Murf, dem eine verschlüsselte Botschaft übergeben wurde. Sein Kauderwelsch ist für die Crew jedoch nicht zu verstehen. Erst als Murf aus zusammengesuchten Gegenständen eine Spiralform legt, erkennt Gwyn darin das Symbol aus ihrer Vision – jenes Zeichen, das mit der Aufforderung verbunden war, zusammenzuhalten.
Die Cadetten deuten die Spirale als Hinweis auf einen bestimmten Nebel und sind überzeugt, dass der verschollene Captain Chakotay Kontakt zu ihnen aufnimmt. Entschlossen, ihm zu folgen und die Zeitlinie zu reparieren, planen sie den nächsten Schritt – während offenbleibt, wer wirklich hinter der Botschaft steckt.
Um schneller zu Chakotay zu gelangen, wollen Dal und seine Crew einen alten Borg-Transwarpkanal nutzen. Doch statt einer Abkürzung finden sie sich einem fordernden Kazon namens Ekthi ausgeliefert, dessen Auftreten unberechenbar zwischen aggressiv und ängstlich schwankt.
Auf dem Planeten stellt sich heraus, dass der Weg nur über einen Wettkampf frei wird: ein riskantes Rennen. Dabei gerät Gwyn in einen Zwiespalt – gewinnen und weiterkommen oder umkehren und Dal und Jankom aus einer brenzligen Lage befreien. Sie entscheidet sich für die Rettung ihrer Freunde.
Hinter dem Trainingsposten der Kazon steckt jedoch mehr: Eine bösartige künstliche Intelligenz kontrolliert die Anlage und bringt schließlich sogar ein Crewmitglied unter ihre Gewalt.
Um die Gefahr zu beenden, wirft sich Zero gegen den feindlichen Computer und zerstört ihn. Zero überlebt, doch der Eindämmungsanzug wird schwer beschädigt und verliert seine künstlichen Gliedmaßen – ein Rückschlag, der den Preis dieses Einsatzes deutlich macht.
Die USS Infinity erreicht endlich die Koordinaten, die zu Captain Chakotay und der Protostar führen sollen. Was die Crew dort vorfindet, ist eine Überraschung: ein verborgener Ort – und die lang gesuchte Antwort auf die Frage, wer sie überhaupt hierher gelotst hat.
Hinter den Botschaften steckt Wesley Crusher, der als Reisender (Traveler) durch Zeit und Dimensionen wandert. Mit ihm kehren die Traveler in die Handlung zurück, und die Cadetten erfahren mehr über die kosmische Bedrohung, gegen die sie eigentlich ankämpfen.
Diese Bedrohung sind die Loom – Wesen, die ihre Opfer nicht nur töten, sondern vollständig aus der Geschichte löschen können. Wer von ihnen ausgelöscht wird, hat nie existiert.
Während die Gefahr durch die Loom immer greifbarer wird, endet der erste Teil auf einem Wendepunkt, der die Crew und ihre Verbündeten vor eine scheinbar ausweglose Lage stellt.
Dank Wesley Crushers Eingreifen erreichen die Cadetten endlich die verschollene Protostar. Doch ihr gestrandeter Hüter ist alles andere als erfreut über Besuch: Aus Chakotays Sicht sind seit seinem Verschwinden rund zehn Jahre vergangen, die er isoliert auf dem Schiff verbracht hat.
Chakotay berichtet, wie er die Protostar opferte, um die Föderation vor dem Lebenden Konstrukt zu schützen. Warpkern und Protokern wurden abgestoßen; zurückgeblieben ist nur eine leere Hülle, die sich mühsam mit Sonnenenergie über Wasser hält.
Zwischen dem misstrauischen Captain und den jungen Neuankömmlingen liegt Distanz. Gemeinsam nehmen sie Abschied von Adreek und bestatten dessen Überreste feierlich.
Erst das Hologramm von Janeway bringt Chakotay zum Umdenken: Adreek, so das Hologramm, hätte die Cadetten längst hereingebeten. Chakotay gibt schließlich nach und lädt die Gruppe an Bord der Protostar ein.
Chakotay und die Cadetten entwerfen einen kühnen, aber gefährlichen Plan, um die Protostar wieder in Betrieb zu nehmen. Bevor das Schiff jemals wieder abheben kann, muss es allerdings zunächst über Wasser gebracht werden – im wörtlichen Sinn.
Auf der anderen Seite wird die USS Voyager nach dem Zusammenstoß mit den Loom repariert. Janeway ringt mit der Ungewissheit über das Schicksal der Cadetten und Chakotays und muss zugleich ihre Crew zusammenhalten.
Für Dal wird die Mission auch zur inneren Prüfung. Nachdem er einen Blick auf eine mögliche Zukunft geworfen hat, zweifelt er offen an seiner Eignung als Anführer. Chakotay öffnet sich ihm und erzählt von seinen eigenen früheren Kämpfen um Identität und Zugehörigkeit.
Am Ende steht die Crew vor einem neuen Hindernis: Der Protostar fehlen die Mittel, um die Voyager zu erreichen. Die Folge endet mit der offenen Frage, welchen findigen Ausweg die Gruppe diesmal finden wird.
Die Protostar ist im Protowarp unterwegs zur neuen USS Voyager-A. Doch als das Schiff aus dem Protowarp fällt, kommt es zu einem merkwürdigen Flackern, und auch Gwyns temporaler Stabilisator setzt kurz aus. Die Wiedervereinigung mit der Voyager hat unerwartete Nebenwirkungen.
Die Cadetten beamen an Bord und werden vom Doktor empfangen. Statt Janeway erwartet sie jedoch Admiral Edward Jellico – ein untrügliches Zeichen dafür, dass sie in einer anderen Realität gelandet sind.
Von da an springt die Crew zwischen wechselnden Paralleluniversen hin und her. In einem davon geraten sie ausgerechnet ins berüchtigte Spiegeluniversum, in dem vertraute Gesichter eine deutlich finsterere Version ihrer selbst zeigen.
Die Spiegel-Janeway tritt in Lederuniform auf, mit zurückgekämmtem Haar, Narbe und einem Borg-Implantat, während der Spiegel-Chakotay den klassischen Bart des Spiegeluniversums trägt. Zwischen zahlreichen augenzwinkernden Anspielungen – etwa auf Captain Tuvix – müssen die Cadetten einen Weg zurück in ihre eigene Wirklichkeit finden.
Nach ihrer langen Reise durch die Zeit sind die Crew der Protostar und Chakotay endlich wieder mit der U.S.S. Voyager vereint. Für beide Besatzungen beginnt damit der entscheidende Abschnitt ihrer Mission: Die zeitverschobene Protostar muss an genau jenen Punkt der Zeitlinie zurückgebracht werden, der Gwyndala rettet und einen verheerenden Krieg verhindert.
Über Funk meldet sich Admiral Edward Jellico und weist Vizeadmiral Kathryn Janeway an, die Protostar zur Erde zu eskortieren, wo das Department of Temporal Investigations sie an den korrekten Zeitpunkt zurückschicken soll. Janeway aber sieht sich ihrer Crew verpflichtet und ist nicht bereit, deren Schicksal in die Hände von Bürokraten zu legen.
Bevor eine Entscheidung fällt, meldet sich Gwyns Vater Ilthuran mit einer düsteren Warnung: Auf Solum hat Asencia den herrschenden Rat entmachtet und verfügt nun über eine gefährliche Temporalwaffe. Mit ihr beschleunigt sie einzelne Zeitfelder, um technologische Durchbrüche zu erzwingen und in atemberaubendem Tempo eine ganze Flotte zu bauen.
Kaum ist die Warnung ausgesprochen, taucht Asencias gewaltiges Schiff Rev-1 auf und richtet einen energieabsaugenden Strahl auf die Voyager. Um zu verhindern, dass das Schiff wehrlos wird, werden die wendigen Nova Flyer und die Protostar losgeschickt, um den Strahl auszuschalten – ein Wettlauf gegen die Zeit, der den Auftakt zum großen Finale bildet.
Der Angriff der Rev-1 geht unvermindert weiter. Voyager treibt manövrierunfähig im All, während Drohnen das Schiff Stück für Stück auseinanderzunehmen drohen. Erst als Chakotay und die Crew der Protostar sich entscheiden, an Janeways Seite zu bleiben und gemeinsam gegen die Rev-1 zu kämpfen, statt die Protostar in Sicherheit zu bringen, bekommt Voyager überhaupt eine Chance.
Asencia nutzt den gefangenen Wesley Crusher, um sich einen Vorteil zu verschaffen: Er soll ihr zeigen, wie sich ihre neue Waffe – ein sogenannter Incursor – gegen Voyager auswirken würde. Wesley lässt sie ein Bild sehen, in dem Voyager unter der Wucht des Geschosses zerbricht. Begeistert lässt Asencia den speerartigen Incursor abfeuern, der sich tief in die Hülle der Voyager bohrt.
Der Incursor lässt alles rasant altern, was in sein sich ausdehnendes Temporalfeld gerät – Commander Tysess erlebt das am eigenen Leib. Gegen diese Waffe kann Janeways organische Crew wenig ausrichten, also übernimmt das anorganische Besatzungsmitglied Zero die riskante Aufgabe, das Geschoss aus der Hülle zu lösen und auf ein anderes Ziel umzulenken.
Der Einsatz kostet Zero fast alles: Der ohnehin beschädigte Körper altert im Temporalfeld unaufhaltsam, hält aber lange genug durch, um den Incursor freizubekommen. Das neue Ziel des Geschosses wird ausgerechnet Maj’els Jäger. Ihre Nova-Squadron – zu der inzwischen auch Dal gehört – bekommt damit eine neue Aufgabe: den Incursor direkt zurück in die Rev-1 zu lenken.
Nur dank des riskanten Boothby-Supernova-Manövers gelingt es der Squadron, das Geschoss zu seiner Quelle zurückzuführen und die gewaltige Rev-1 zu vernichten. Zeros Körper zerfällt danach endgültig, doch Jankom Pog hat schon während der Schlacht einen künstlichen Körper für den Medusaner gebaut – diesmal mit einer Sinnesausstattung, die Zero tatsächlich fühlen lässt.
In einer bewegenden Ansprache würdigt Janeway den Tag als von vielen kleinen Akten der Tapferkeit getragen, die beide Schiffe und unzählige Leben gerettet haben. Der Auftrag von Voyager und Protostar ist nun klar: Kurs auf Solum, um sich Asencia zu stellen. Diese wiederum erkennt, dass Wesley ihr absichtlich ein falsches Ergebnis vorgespielt hat – und dass die überdehnte Sternenflotte auf das, was als Nächstes kommt, kaum vorbereitet ist.
Nach dem Sieg über die Rev-1 erreichen Voyager und Protostar auf Befehl der Sternenflotte den Planeten Solum, um einen offenen Krieg zwischen der Föderation und den neu militarisierten Vau N’Akat zu verhindern. Da Janeway keine Sternenflotten-Teams auf die Oberfläche schicken darf, beauftragt sie eine Gruppe ohne Uniform mit der Aufklärung – angeführt von Gwyn, die den Planeten am besten kennt.
Gwyn stellt eine Bedingung: Das Außenteam soll zugleich ihren Vater Ilthuran befreien. Janeway stimmt zu, denn ein drohender Bürgerkrieg auf Solum liegt in niemandes Interesse. Ausgerüstet mit einem noch unausgereiften persönlichen Tarnschild, das Rok-Tahk und Voyagers Technikabteilung entwickelt haben, beamt die Gruppe – Gwyn, Dal, Rok-Tahk, Jankom, Zero, Murf und Maj’el – auf die Oberfläche.
Einer Funkbotschaft des Widerstands folgend gelangen sie in Ilthurans verwüstete Werkstatt und treffen dort auf ein vertrautes Gesicht: Asencia – allerdings ihr jüngeres Ich, das sich dem Widerstand gegen die Schreckensherrschaft ihres älteren Selbst angeschlossen hat. Von ihr erfahren sie, dass der gefangene Wesley Crusher die Quelle von Asencias Temporaltechnologie ist.
Damit steht Gwyn vor einer schweren Entscheidung: Wesley retten, Ilthuran befreien – oder beides? Sie teilt das Team. Gwyn, Murf, Rok-Tahk und Zero eilen zu Wesley, während Dal, Jankom, Maj’el und die junge Asencia Ilthuran suchen. Die Rettung Wesleys gelingt, und der Traveler enthüllt, dass er sich absichtlich gefangen nehmen ließ, damit Asencia jene Wurmloch-Technologie erschafft, welche die Protostar zurück nach Tars Lamora bringen soll.
Doch als Wesley bemerkt, dass nur die Hälfte der Crew bei ihm ist, gerät sein Plan ins Wanken – für die richtige Zukunft braucht er alle. Die zweite Gruppe befreit zwar Ilthuran, wird dann aber von Asencias Truppen gefangen. In höchster Not nutzt Gwyn den einmaligen Notfalltransporter, um Wesley und Ilthuran auf die Voyager zu beamen. Das lässt die jungen Helden schutzlos auf Solum zurück – der Gnade Asencias und ihrer Wachen ausgeliefert.
Die Folge setzt unmittelbar dort an, wo „Am Rande des Abgrunds“ endete: Wesley und Ilthuran materialisieren an Bord der Voyager, während die junge Crew unten auf Solum in Asencias Gewalt bleibt. In ihrem Bereitschaftsraum sinniert Admiral Janeway über die Lasten ihres Kommandos – und darüber, ob ein früher Ruhestand nicht verlockend wäre.
Der Doktor stellt fest, dass Wesleys Fähigkeiten als Traveler nach der Tortur bei Asencia vorerst blockiert sind. Unten auf Solum verkündet Asencia der Öffentlichkeit, sie habe fremde Spione gefasst, und stellt Janeway ein Ultimatum: Sie solle sich ergeben – oder die Gefangenen büßen. Statt sie zu erschießen, überlässt Asencia die Kinder einem gefangenen Loom, dessen Halsfessel es daran hindert, die Zeit zu verlangsamen.
Janeway durchschaut die Falle, will ihre Crew aber dennoch retten. Mit einem replizierten Vau-N’Akat-Shuttle bringt sie ein Außenteam aus Wesley, Chakotay und dem Doktor auf die Oberfläche, während Ilthuran auf der Voyager bleibt, um später ein gespaltenes Solum zu einen. Getarnt – der Doktor gibt sich als Drednok aus – gelangen sie bis in die Nähe der Kuppel, in der die Jugendlichen ums Überleben kämpfen.
Während Asencia durch den als Janeway auftretenden Doktor abgelenkt ist, meldet sich Zero telepathisch bei der echten Admiralin: Der Loom sei ebenso ein Gefangener wie die Crew. Janeway nutzt das aus und sprengt ein Loch in die Kuppel, was zugleich die Fessel des Looms löst und eine chaotische Rettung ermöglicht.
Für Asencia wird der Tag immer schlimmer: Die Protostar-Crew entkommt, der einst gefügige Loom ist ohne Halsfessel frei, und der von Ilthuran angeführte Widerstand erhebt sich offen. Wesley lotst das replizierte Schiff aus der Ferne heran und holt das Außenteam gerade rechtzeitig ab. Sicher im Orbit verspricht Janeway Gwyn und ihrer Crew, den drohenden Bürgerkrieg abzuwenden und die Protostar an ihren rechtmäßigen Platz zurückzubringen – koste es, was es wolle.
Der Aufstand auf Solum bringt Asencias Herrschaft ins Wanken – und treibt sie zur Verzweiflungstat. Sie schickt ihre neue Flotte aus Rev-1-artigen Schiffen durch Wurmlöcher, die ihre Temporalwaffe erzeugt. Nicht nur die Föderation ist damit bedroht: So viele gleichzeitig geöffnete Zeit-Wurmlöcher drohen den Subraum selbst zu zerreißen. Nur Voyager und Protostar können die Herrscherin noch aufhalten.
Admiral Janeway setzt Voyagers Quantentorpedos ein, um so viele feindliche Schiffe wie möglich zu stoppen, bevor sie in den Föderationsraum vorstoßen. Zugleich schickt die Protostar unter Chakotay und der Hologramm-Janeway ein Außenteam auf die Oberfläche: Asencias Wurmloch-Waffe soll abgeschaltet und stattdessen jenes eine Wurmloch geöffnet werden, das die Protostar zurück nach Tars Lamora bringt.
An Bord tüfteln Wesley, Zero, Rok-Tahk und Maj’el an den komplexen Zeitreiseberechnungen, die nötig sind, um im Wirrwarr der Risse den richtigen Kurs zu finden – Sternenflotten-Teamarbeit in Reinform. Unten auf Solum erklimmt derweil eine Gruppe aus Dal, Gwyn, Jankom und Murf die gewaltige Temporalwaffe, um sie unter Kontrolle zu bringen.
Dort erwartet sie Asencia mit Drednok. Es entbrennt ein Kampf an mehreren Fronten: Gwyn und Asencia gehen aufeinander los, während Murf sich Drednok stellt. Dal riskiert sein Leben, um eine gelöste Energiekopplung wieder zu verbinden, stürzt beinahe in den Tod – und wird im letzten Moment von Murf gerettet.
Asencias Wurmlöcher beginnen zu kollabieren, doch im Zweikampf gewinnt sie zunächst die Oberhand über Gwyn. Erst als Ilthuran eintrifft und über die telepathische Verbindung der Vau N’Akat – unterstützt von weiteren herbeigeeilten Bewohnern Solums – Gwyn seine Kraft leiht, kann diese Asencia überwältigen und ihre Bedrohung beenden.
Mit der besiegten Herrscherin scheint der Weg frei, die Protostar endlich heimzuschicken. Doch ein letztes Problem stellt sich in den Weg: Die Loom haben die Helden früher aufgespürt, als Wesley vorhergesehen hat – und könnten die entscheidende Mission noch vereiteln.
Nur noch die Loom stehen zwischen den Helden und ihrer Mission, die Protostar zurück nach Tars Lamora zu bringen – und damit das Prime-Universum zu heilen. Mit umkonfigurierten Schilden und Phaserfeuer arbeiten sich Voyager und Protostar den Zeitstrom hinauf, doch der Weg durch den Loom-Schwarm ist kein Computer imstande zu berechnen.
Die Rettung kommt aus einer unerwarteten Abteilung: Gillian in Voyagers Cetacean Ops. Die Navigations-Wale finden einen Pfad durch den Schwarm, wo die Bordsysteme versagen – ein seltener, wunderbarer Blick auf eine sonst kaum gezeigte Sternenflotten-Abteilung.
Beim Durchflug offenbart Wesley Dal, dass der eigentliche Grund, warum die Crew zusammenbleiben muss, noch bevorsteht – etwas zugleich „Wunderbares“ und „Schreckliches“. Als sich temporale Echos der Protostar wie geisterhafte Schiffe entlang des Wurmlochs zeigen, wird sichtbar, wie sich die Zeitlinie selbst wiederherstellt.
Damit alles stimmt, muss die Protostar exakt in den Zustand zurückversetzt werden, in dem Dal und Rok sie einst fanden – auch die Hologramm-Janeway müsste gelöscht werden. Doch der Doktor sichert sie auf ein MHN-Modul, sodass ihre über die Jahre gesammelten Erinnerungen erhalten bleiben. Dal legt das Sternenflotten-Emblem an genau die Stelle zurück, an der er es gefunden hat – ein Moment voller Wehmut und geschlossener Kreise.
Die Protostar verlässt das Wurmloch und landet punktgenau auf Tars Lamora, bereit, von Dal und Rok entdeckt zu werden. Die Helden kehren mit nur noch einem Schiff nach Solum zurück und leiten eine Ära der Zusammenarbeit mit den Vau N’Akat ein.
Im Epilog kehrt die Crew an die Sternenflottenakademie zurück. Janeway zieht sich vorerst auf eine ruhige Farm zurück, Chakotay übernimmt die Voyager-A, und Wesley besucht seine Mutter Beverly – die ihm ihren Sohn, den kleinen Jack Crusher, vorstellt. Doch am First-Contact-Day 2385 greifen Synth-Androiden die Werften über dem Mars an. Da sie selbst nicht mehr ins All aufbricht, übergibt Janeway den jungen Helden ein eigenes Schiff der Protostar-Klasse: die U.S.S. Prodigy. Dal überlässt Gwyn das Kommando und wird ihr Erster Offizier – auf zu neuen Abenteuern unter den Sternen.